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Aufklärungspflichten bei der Verwendung von Allografts in der Zahnheilkunde

Referent: Dr. Sebastian T. Vogel

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Aufklärungspflichten bei der Verwendung von Allografts in der Zahnheilkunde

Dr. Sebastian T. Vogel

Der Weg vom alles und allein entscheidenden Arzt hin zum „bloßen“ Vertragspartner, der dem mündigen Patienten lediglich Behandlungsangebote unterbreitet, mag begrüßt und/oder verdammt werden – er ist jedenfalls unumkehrbar beschritten.

Fehler oder Versäumnisse bei der Aufklärung über Behandlungsoptionen, Chancen oder Risiken können dabei nicht nur das Arzt-Patienten-Verhältnis nachhaltig stören; sie beschäftigen zunehmend Zivil- und Strafgerichte. Selbst eine lege artis durchgeführte zahnärztliche Behandlung kann u. U. einen Schadensersatzanspruch oder einen Körperverletzungsvorwurf begründen, wenn nur die Aufklärung fehlerhaft war.

In der zahnärztlichen Praxis scheint diese Furcht vor Aufklärungsmängeln zuweilen dazu zu führen, dass beispielsweise allogene Materialien seltener Einsatz finden – obwohl damit unbestritten Vorteile verbunden sein können. Diese Sorge vor Aufklärungsmängeln, die Ursache ist für den Verzicht auf anerkannte Behandlungsmethoden wie die Verwendung von Allografts, ist jedoch „therapierbar“.

Der Vortrag zeigt die Maßstäbe auf, die an eine rechtssichere Aufklärung gestellt werden, beinhaltend sämtliche relevanten Fragen nach dem notwendigen Inhalt sowie der Art und Weise. Eine vollumfängliche und juristisch nicht angreifbare Patientenaufklärung ist möglich, auch ohne dass der Alltag verkompliziert oder zeitliche Ressourcen aufgezehrt wird bzw. werden.


Veröffentlichungsdatum: Dienstag, 23. Januar 2018 18:00 Uhr
Verfügbar bis: Freitag, 22. Januar 2021 18:00 Uhr

"Aufklärungspflichten bei der Verwendung von Allografts in der Zahnheilkunde" is co-sponsored by Tribune Group GmbH. Tribune Group GmbH is a recognized ADA CERP and AGD PACE provider.

Referent

Dr. Sebastian T. Vogel

Dr. Sebastian T. Vogel arbeitet auf dem Gebiet des Strafrechts. Er verteidigt Einzelpersonen und ist in der Beratung von Unternehmen tätig. Schwerpunkt seiner Tätigkeit und seine Spezialisierung zugleich liegen im Arztstrafrecht und Medizinstrafrecht (Vorwürfe der fahrlässigen Körperverletzung und Tötung, Schwangerschaftsabbruch, Korruption, Abrechnungsbetrug). Insbesondere bei der Verteidigung gegen strafrechtliche Behandlungsfehler-, Aufklärungsfehler-, Diagnosefehler- und Befunderhebungsfehlervorwürfe ist die Kanzlei mit ihm führend.

Überdies verfügt Dr. Sebastian T. Vogel über besondere Kenntnisse im weiteren Medizinstrafrecht, insbesondere in den Bereichen Transplantationsrecht, Sterbehilfe und Patientenverfügung, Pränataldiagnostik und Patientenrechte sowie im Arzneimittel- und Medizinprodukterecht. Auf diesen Gebieten veröffentlicht Dr. Sebastian T. Vogel regelmäßig Beiträge in juristischen und medizinischen Fachpublikationen und ist redaktionelles Mitglied der Zeitschrift für Medizin-Ethik-Recht (ZfMER). Dr. Sebastian T. Vogel ist Mitbegründer und -organisator des Interdisziplinären Forums Medizin-Ethik-Recht (InFoMER) Berlin.

Dr. Sebastian T. Vogel ist seit dem Sommersemester 2016 Lehrbeauftragter für Arztstrafrecht und Arzthaftungsrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Rahmen des interdisziplinären Studiengangs Medizin-Ethik-Recht. Er hatte überdies drei Jahre lang einen Lehrauftrag für Strafprozessrecht an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin im Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement.

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